Monreal

Diese Eifeltour im August 2016 führte mich nach Monreal in die Osteifel. Zunächst ging es dafür mit dem Auto von Köln über die A555 und A61 bis zur Ausfahrt Mendig, von dort noch ungefähr 17 km per Landstraße nach Monreal. Geparkt habe ich in der Nähe des Bahnhofs beim alten Stellwerk. Insgesamt dauerte die Anfahrt aus Köln etwa 1 ½ Stunden.

Monreal liegt im Tal des Elzbachs und ist insbesondere für seinen historischen Ortskern bekannt. Zudem sind zwei Burgruinen Wahrzeichen des Ortes, die oberhalb des Ortskerns auf der Nordseite der Elz aufragen. Vom Parkplatz ging es also zunächst entlang der Elz und Eisenbahnlinie Richtung Nordosten, um den mittelalterlichen historischen Ortskern Monreals zu besichtigen.

Monreal hat eine bewegte Geschichte. Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort 1193 als „Cunisberch“ (Königsberg). Ab Anfang des 13. Jahrhunderts verwendete man den französischen Namen „Monroial“ (Königsberg). Später wurde daraus dann der heutige Name „Monreal“.

Im 13. Jahrhundert prosperierte der Ort zunächst, man baute die Phillips- und die Löwenburg. Im 17. Jahrhundert wurde der Ort im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen und danach nochmals im Pfälzer Erbfolgekrieg von französischen Truppen zerstört. Danach begann sich eine bedeutende Tuchindustrie im Ort zu entwickeln, gestützt auf die Wolle der großen Schafherden der Eifel, die zum Wohlstand Monrealer Tuchmacher führte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erreichten die Folgen der industriellen Revolution Monreal und seine Tuchherstellung, und der Ort verarmte. In den 1930er Jahren erholte sich Monreal; man begann, den Ort touristisch zu erschließen.

Monreal ist nach heutigen Verhältnissen sehr klein. Malerisch schön, idyllisch und authentisch ist aber die städtebauliche Substanz der Fachwerkarchitektur, in der man sich hier bewegt. Die Elz bildet dabei gleichsam eine zentrale Verbindungslinie des Ortes. Beiderseits des Baches befinden sich hübsche Fachwerkhäuser, Wege im Ortskern sind gepflastert, gemütliche Plätze laden zum Verweilen am lauschigen Sommernachmittag ein. Abrunden läßt sich ein Aufenthalt beispielsweise mit einem Besuch im Café, nur wenige Meter von der leise fließenden Elz und der mittleren Elzbrücke mit ihrem spätgotischen Löwendenkmal und dem Heiligen Johannes Nepomuk entfernt.

Um sich eine Übersicht vom Ort und seiner geographischen Lage zu verschaffen, ist die Panoramabild-Funktion der offiziellen Webseite von Monreal zu empfehlen (monrealeifel.de). Von 5 verschiedenen Aussichtspunkten, die in der Luft aufgenommen worden sind, läßt sich ein 360° Panorama von Monreal erkunden.

Nachdem ich mich im Dorf umgeschaut hatte und auch die Straße Richtung Nordosten ein paar Meter hinausgegangen war, um einen Überblick und etwas freieren Blick auf die Burgen oben in den Berghängen zu erhalten, machte ich mich schließlich auf einen ausgezeichneten Wanderweg, einen Traumpfad, den Monrealer Ritterschlag.

Im Ortskern begibt man sich dazu unmittelbar ans Ufer der Elz und beginnt den Marsch entlang des kleinen Flusses, unter einer Brücke her, um dann, entlang und durch eine Neubausiedlung hindurch, zum Aufstieg zu gelangen. Ab hier geht es nun auf der 4-stündigen Wanderung fast ausschließlich durch die Natur. Man umrundet Monreal durch Wälder, Wiesen, steigt auf Höhen und diese wieder ab, um schließlich an der Phillipsburg und der Löwenburg wieder nach Monreal hinabzusteigen. Hier sollte man sich die abschließende Besichtigung der Burgruinen nicht entgehen lassen.

Anbei einige der Fotos, die ich auf meiner Eifeltour nach Monreal aufgenommen habe.

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