Meerfelder Maar

Am Meerfelder Maar finden lustiger Badespaß und gesetztes Ausruhen nah beieinander statt und passen zueinander. Zum Ort Meerfeld gehörend, dieser ebenfalls im Maarkessel angesiedelt, ist das Maar Teil eines staatlich anerkannten Erholungsortes.

Erholung und Badespaß

Meine Tour zum Meerfelder Maar fand an zwei Terminen 2014 bei warmem Juliwetter statt. Nah am Parkplatz findet man einige Bänke, die zum Verweilen mit Blick auf den See einladen. Dieser Bereich erinnert etwas an einen klassischen Kurort. Im weiteren Verlauf des Seeufers wurde geschwommen und fröhlichem Badespaß nachgegangen. Die Blätter von Seerosen bedecken weite Bereiche der Wasserfläche und sind Schutzzonen, in denen Baden nicht gestattet ist. Ausblicke vom Ufer entlang der umgebenden Hänge des Maarkessels können ein durchaus alpines Raumgefühl aufkommen lassen.

Mit einem Durchmesser von 1500 m x 1200 m und einer Trichtertiefe von fast 200 Metern ist das Meerfelder Maar der größte Maarkessel der Eifel. Die höchste Kraterranderhebung liegt bei 515 m ü. NN, dort befindet sich der Landesblick, ein Aussichtsturm. Entstanden ist das Maar vor 29.000 bis 40.000 Jahren. In den Jahren 1877 bis 1880 wurde der Wasserspiegel des Sees künstlich abgesenkt, um Wiesen und Weidefläche zu schaffen. Die größte Wassertiefe im Maarsee liegt heute bei 17 m bis 18 m. Er ist 780 m lang (West-Ost) und 490 m breit (Nord-Süd). Der See weist eine Wasserfläche von 24,8 Hektar (fast 35 Fußballfeldern) auf. Seit 1986 ist das Maar ein Naturschutzgebiet.

Weiterführend zu Meerfeld:
http://www.meerfeld.org/

Wanderweg als Zeitmaschine

Meerfelder Maar
54531 Meerfeld
Besucherparkplatz am Maar
50.099333 N
6.764168 E

Das Meerfelder Maar ist zugleich Ausgangspunkt einer Wanderung, zu Fuß oder mit dem Rad, entlang des Kosmosradwegs, der Daun mit Meerfeld verbindet. Auf einer Gesamtwegstrecke von 21 km sind auf dem Rad- und Wanderweg einerseits mit markierten Teilstrecken die schwer vorstellbaren Größen von Zeitintervallen dargelegt, die seit dem Urknall vergangen sind. Jeder zurückgelegte Meter Weg entspricht hier drei Millionen Jahren Zeit. Zum anderen sind hier Entfernungsverhältnisse innerhalb unseres Planetensystems ohne logarithmische Stauchung durch markierte Teilstrecken dargelegt. Dann entspricht ein zurückgelegter Meter auf dem Wanderweg 500.000 Kilometern im Universum.

Weiterführend zu Kosmosradweg:
http://www.kosmosradweg.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Kosmosradweg

Bei der Zufahrt zum Parkplatzgelände begegnet man einem Steinkunstwerk, das diesen Ausgangspunkt markiert. Das Kunstwerk trägt den Namen „Urknall“ und ist eine quadratische Säule mit zylindrischer Aussparung. Eine Gravur auf einer Seitenfläche zeigt den Verlauf des Kosmosradwegs an. Im oberen Kreisbogen findet man die Inschrift „Am Anfang war die Welt so gross wie ein Gedanke“.

Weiterführend zu „Urknall“, Kunstwerk aus Naturstein:
http://www.natursteine-pantenburg-kranz.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.