Abtei Maria Laach und Laacher See

Ausflug zum Kloster Maria Laach und Laacher See

Diese Eifeltour zur Abtei Maria Laach und zum Laacher See hat bei schönem Wetter im Februar 2016 stattgefunden. Maria Laach liegt vier Kilometer nördlich von Mendig und gehört zur Ortsgemeinde Glees in Rheinland-Pfalz. Die Anfahrt mit dem Auto von Köln über die A61 ist ca. 90 km lang und dauert ungefähr eine Stunde.

Am Kloster Maria Laach angekommen, habe ich auf dem großzügigen Besucherparkplatz unterhalb des Klosters geparkt. Dieser liegt zwischen Laacher See und Kloster, beide erreicht man von hier fußläufig in wenigen Minuten.

Zunächst habe ich mich auf den Weg gemacht, die Klosteranlage zu besichtigen, die an einer Anhöhe liegt. Dazu folgt man den Schildern ausgehend vom Klosterparkplatz am Hofladen, unterquert die L113 und erreicht auf einem Fußweg, der wenige Minuten dauert, das klösterliche Gelände.

Abtei Maria Laach

Bei dem Kloster Maria Laach handelt es sich um eine Benediktinerabtei aus dem Mittelalter, die auch heute noch von Mönchen bewohnt wird. Dem Kloster sind Wirtschaftsbetriebe angegliedert, zum Beispiel touristische Einrichtungen wie das Seehotel oder die Buchhandlung, an der man auf dem kurzen Fußweg zur Abteikirche vorbei kommt und die auf einen Besuch einlädt. Schließlich erreicht man, zwei Skulpturen passierend, den schön gestalteten Vorplatz der Abteikirche mit ihren sechs Türmen. Sie ist eines der am besten erhaltenen romanischen Bauwerke in Deutschland und gilt als eines der schönsten Denkmäler romanischer Baukunst.

Die klare und schlichte Architektur des Kirchengebäudes ist beeindruckend.

Vom Vorplatz der Abteikirche gelangt man durch eine eingeschossige Vorhalle, die Paradies genannt wird, in den Kircheninnenraum. Der Eingang dieser Vorhalle ist mit Ornamenten geschmückt, unterhalb der Gewölbedecke wird an der hinteren Paradieswand das Wappen der Abtei sichtbar. Durch zwei Türen kann man den Innenraum der Kirche betreten.

Weiter:
http://www.maria-laach.de

Laacher See, Laacher Vulkan

Nach der Besichtigung der Klosteranlage machte ich einen Gang um den Laacher See. Für meinen Rundgang nutzte ich den Uferrundweg, er hat eine Länge von 8,4 km, ist ausgeschildert (ML 2) und einfach vom Klosterparkplatz erreichbar. Unterwegs geht es meist nah am See entlang mit direkter Sicht auf das Wasser. Der See hat eine Fläche von 3,3 km² und ist der größte in Rheinland-Pfalz.

Geologisch betrachtet, handelt es sich um einen mit Wasser gefüllten Einbruchkrater; die leere Magmakammer unterhalb eines hier früher befindlichen Vulkans stürzte ein und hinterließ den Krater, der sich über die Zeit mit Wasser füllte. Es war der Laacher Vulkan, der hier vor ca. 12.950 Jahren ausbrach, er tat dies 1½ mal so stark wie der Pinatubo im Jahr 1991, und er veränderte dabei das Klima und Topographie weitreichend und nachhaltig. Seine Asche wurde bis nach nach Schweden und Norditalien getragen. Für Geologen spielt der Vulkan deshalb heute eine besondere Rolle bei der Datierung von Sedimentschichten.

Die vulkanische Aktivität, die nach wie vor in der Eifel wirkt, ist heute zum Beispiel anhand von Mofetten hier am Laacher See sichtbar, das sind vulkanische Ausgasungen am Seegrund teils in Ufernähe, die als Gasblasen aufsteigen.

Der Rundgang dauerte ungefähr zwei Stunden, fand bei strahlendem Winter- bzw. Vorfrühlings-Sonnenschein statt und war sehr gemütlich. Neben dem von mir begangenen Uferweg gibt es noch den Höhenrundweg, dieser hat eine Länge von 14 km und soll zu den schönsten Wanderwegen der Umgebung gehören.

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