Dauner Maare

Die Dreiergruppe

Dauner Maare
Parkplatz an der L64
54552 Schalkenmehren
Südlich vom Flugplatz Daun-Senheld
50.17332741 N
6.8518359 E

Zu den Dauner Maaren zählen das Schalkenmehrener, das Weinfelder und das Gemündener Maar. Alle drei liegen nah beieinander. Wer mit dem Auto anreist und sich auf einer kurzen Wanderung das Erlebnis aller drei Maare erschließen möchte, dem sei der Parkplatz an der L64 zwischen dem Schalkenmehrener und dem Weinfelder Maar empfohlen.

Schalkenmehrener Maar

Zuerst geht es zur Aussicht auf das südlichst gelegene der drei Maare, das Schalkenmehrener Maar. Vom Parkplatz ausgehend ist es dafür lediglich notwendig, die Straßenseite zu wechseln. Von dort aus lassen sich weite Blicke über das Maar und seine umgebende Landschaft erleben.

Der See des Schalkenmehrener Maars schwankt im Durchmesser zwischen 500 m und 575 m und ist bis zu 21 m tief. Er hat eine Fläche von ca. 21,6 Hektar (~ 30 Fußballfelder).

Östlich an den Maarsee grenzt ein Hochmoor, es befindet sich im Bereich eines angrenzenden Trockenmaars. Genau genommen handelt es sich mit der Topologie des Schalkenmehrener Maars also um eine, die sich aus der Kombination mehrerer Maarvulkane ergibt. Sie sind vor ca. 10.500 Jahren hier entstanden.

Von dem Aussichtspunkt an der L64 Richtung Süd-Südost schauend, erblickt man auf der gegenüberliegenden Seite des Sees Schalkenmehren. Falls man mit dem Auto aus dem Süden anreist, so ist es richtig, auf dem Weg das Dorf Schalkenmehren und von dort das Maar aus der Nähe anzusehen.

Schalkenmehren, als einziger Ort der unmittelbar am Ufer eines der Maare aus dieser Gruppe liegt, nennt sich auch das Drei-Maare-Dorf. Das umgebende Naturschutzgebiet, kulturelles Vermächtnis wie die Architektur einiger Fachwerkhäuser und Artefakte im Heimweberei-Museum, sowie die geologische Anschauung hier und in der weiteren Umgebung, können den Aufenthalt in Schalkenmehren interessant und strukturierend gestalten. Und Naturnähe, entspannte Kaffee- und Kuchen-Athmosphäre, Freibadspass und der moderat betriebene Tourismus können Schlüssel werden zu einem nahen, unaufgeregten und frohen Urlaubserlebnis mit der ganzen Familie und einem großem Erholungswert.

Weinfelder Maar

Mit ein paar Schritten vom Parkplatz an der L64 kommt man Richtung Norden in Sichtweite des Weinfelder Maars. Eine kleine hölzerne Aussichtsplattform ermöglicht einen guten Blick über das Maar, hinüber zur Nordseite. Dort erblickt man eine kleine Kapelle, die zu Teilen aus dem 14. Jahrhundert stammt, die ehemalige Pfarrkirche von Weinfeld, zu der auch ein Friedhof gehört. Letzteres ist mithin Grund für den Namen Totenmaar, wie das Weinfelder Maar ebenfalls genannt wird.

Der Maarsee entstand vor rund 10.500 Jahren, ist rund 525 m lang, 375 m breit und 51 m tief. Aus der Dreiergruppe der Dauner Maare ist das Weinfelder damit das tiefste. Seine Wasserfläche beträgt etwa 16,8 Hektar.

Auf dem oberen Wanderpfad entlang in Richtung des Mäusebergs und hin zum Dronketurm gibt es noch einige Stellen, an denen man eine umfassende Aussicht auf das Maar hat. Ein Rundweg führt zudem nah am Wasser um das Maar. Schwimmen ist hier nicht erlaubt.

Gemündener Maar

Das Gemündener Maar liegt in der Dreiergruppe der Dauner Maare am nördlichsten. Es hat Durchmesser zwischen 325 m und 300 m und eine Fläche von 7,2 Hektar, ist damit das kleinste der Dauner Maare. Es ist ca. 38 m tief. Entstanden ist es vor ca. 10.450 bis 10.950 Jahren.

Auch das Gemündener Maar ist von einem Rundweg erschlossen, der aber etwas weniger ufernah als derjenige am Weinfelder Maar ist. Das Freibad hat bei entsprechender Witterung geöffnet, es gibt auch einen Sprungturm mit 3,0 m, 5,0 m und 7,50 m. Die nachfolgenden Bilder zeigen den Blick vom Dronketurm und seiner Umgebung auf das Gemündener Maar.

Dronketurm
50.17542943 N
6.84218645 E

Der Dronketurm ist ein denkmalgeschützter, ca. 10,5 Meter hoher Turm, der auf dem Mäuseberg, zwischen Weinfelder und Gemündener Maar, steht. Man kann ihn durch eine Treppe im Turminnern besteigen. Von hier aus hat man einen weiten Blick über die gesamte Vulkanlandschaft rund um Daun, bei gutem Wetter bis in den Hunsrück. Bronzetafeln, die auf der Aussichtsplattform angebracht sind, zeigen Nah- und Fernziele in verschiedenen Himmelsrichtungen an. Der Turm wurde zwischen 1900 und 1902 erbaut und ist ein Denkmal zu Ehren Adolf Dronkes, des Gründungsvaters und Vorsitzenden des 1888 gegründeten Eifelvereins.

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