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Grüner Pütz

Bei dieser Tour ging es zum Grünen Pütz, einer Urfttalaue bei Nettersheim. Die Auenfläche wird an einer Seite von einem bewaldeten Hang gesäumt, entlang dessen sich eine der Quellfassungen der Eifelwasserleitung befindet.

Römerwasserleitung nach Köln

Etwa 180 Jahre lang versorgte die Eifelwasserleitung das antike Köln mit frischem Quellwasser aus der Eifel. In mehreren Quellgebieten in der nördlichen Eifel wurden Trinkwasserquellen mittels verschiedener Methoden gefasst und ihr Wasser über ein mehr als 95 km langes Aquädukt nach Köln – bzw. in die damals römische Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium – geführt. Die auch als Römerkanal bezeichnete römische Wasserleitung nach Köln ist der längste Aquädukt nördlich der Alpen. Die Bauarbeiten zu diesem Großprojekt begannen um das Jahr 80 n. Chr. Vom römischen Heer aus Stein, Mörtel und Beton erbaut, transportierte die Leitung bis zu 20.000 m³ Trinkwasser pro Tag allein aufgrund des präzise eingebauten Gefälles, das auf dem Weg zwischen den Eifelquellen und Köln zur Verfügung steht.

Es sind 20.000 m³ = 20.000 m³ x 1.000 Liter/m³ = 20.000.000 Liter, oder 20 Millionen Liter,
die pro Tag durch die Eifelwasserleitung flossen.

Zum Vergleich:

  • 1 Badewanne fasst 200 Liter. Also floss so viel Wasser wie aus Hunderttausend Badewannen pro Tag durch die Leitung nach Köln.
  • 1 LKW-Container fasst 25 m³. Es flossen also 800 LKW-Ladungen pro Tag durch die Leitung.
  • 1 Schwimmbecken (25m x 20m x 2m) fasst 1.000 m³ = 1 Million Liter. Es wurde also Wasser, das 20 Schwimmbecken füllt, pro Tag durch den Römerkanal nach Köln geleitet.

Das Gefälle zwischen dem Mittelgebirge Eifel und der Stadt in der Kölner Bucht lieferte dem Wasser die nötige Energie, um ohne zusätzliche Energiezufuhr in die Stadt am Rhein zu fließen. Der Verlauf der gesamten Leitungsstrecke war zuvor präzise vermessen worden, so hatten die römischen Ingenieure im Gelände die einzig mögliche Stelle ausfindig gemacht, um ohne Tunnel oder Druckrohrleitung die Wasserscheide zwischen Maas und Rhein überwinden zu können. Weitere kritische Stellen auf der Leitungsstrecke wurden mittels Brücken und Durchführungen überwunden.

Für einen Ausflug mit dem Auto kann man zum Beispiel an der Verbindungsstraße zwischen der L205 und der L204 zwischen Nettersheim und Steinfeld parken, um von dort aus den kurzen Weg (2,4 km) zum Grünen Pütz zu wandern. Der Parkplatz am „VIA Mansio Nettersheim“ befindet sich bei einem Wetter-Unterstand, der zum Projekt „Erlebnisraum Römerstraße“ der Europäischen Union gehört. Auf der Google-Karte sind die Details zur Route abgebildet. Am östlichen Zugang zur Urftaue befindet sich ein Parkplatz – wenn es sein muss, kommt man also offenbar auch noch näher mit dem Auto an den Grünen Pütz heran.

Über Waldwege kann man die Aue dann aus westlicher oder aus östlicher Richtung betreten, zunächst findet man in beiden Fällen eine locker mit Bäumen bestandene Wiesenfläche vor, auf der auch Rastmöglichkeiten vorhanden sind.

Auenwiese, Brunnenstube, Sickerleitung und Römerkanal

Über den westlichen Zugang begeht man die Talaue entlang der Wasserleitung entgegen ihrer ursprünglichen Fließrichtung. Sie befindet sich dann rechtsseitig am bewaldeten Hang. Querschnitte zeigen, dass die Wasserleitung aus einer U-förmigen Rinne aus Beton oder Mauersteinen bestand – und durchaus auch heute noch besteht -, auf die ein Gewölbe aus Steinen und Mörtel aufgebaut war. Sie verlief zum Schutz vor Frost normalerweise unterhalb der Erdoberfläche.

Der Kanal ist hier auf seinen ersten Metern teilweise vom Erdreich freigestellt und man hat an einigen Stellen die Betondecke aufgebrochen, sodass sich ins Innere der Röhre blicken lässt.

Weiter entlang der Leitung, über den Wiesenweg, gelangt man zur Brunnenstube, ein Becken, in dem die Fließgeschwindigkeit des gesammelten Wassers reduziert wurde, sodass sich Schwebstoffe absetzen konnten. Hier wurde das Wasser in die Wasserleitung eingespeist. Die Brunnenstube hat eine Grundfläche von knapp 2 x 2 Metern und ist teilweise von Mauern umschlossen. An den vorderen Ecken im Mauerwerk sind Reliefs von Medusenköpfen eingebracht. Es handelt sich um Nachbildungen eines Originalfunds, der hier bei Ausgrabungen 1952 entdeckt wurde, er befindet sich heute im Landesmuseum Bonn.

Vor der Brunnenstube, in östlicher Richtung entlang des Talhangs, befindet sich auf einer Länge von ca. 80 Metern eine bis zu 45 cm breite und 100 cm hohe Sickerwasserleitung, die eigentliche Quellfassung, die am Fuß des Talhanges das anstehende Quellwasser sammelte und in die Brunnenstube weiterleitete. Hangseitig war die Leitung wasserdurchlässig und nahm Wasser aus dem Hang auf, auf der hangabgewandten Seite war die Mauer mittels Ton isoliert, um Wasser aus der Urft nicht durchzulassen. Schwere Sandsteinplatten verschlossen die Leitung nach oben. Heute findet man einige der schweren Steinplatten hochgeklappt vor, so dass man die Sickerwasserleitung in Augenschein nehmen kann.

Im Bereich des östlichen Zugangs befinden sich Reste eines Nebengebäudes einer früheren Getreidemühle, der Gronrechtsmühle aus dem Jahr 1730, und einige Teiche. Gegenüber des bewaldeten Hangs entlang der Wiese befindet sich der Bahndamm Köln-Trier. Anbei einige Fotos, die ich bei der Tour aufgenommen habe.

Perlenbachtal und Fuhrtsbachtal

Die Ausflüge zur Narzissenblüte im Perlenbach- und Fuhrtsbachtal fanden an zwei Terminen im April 2015 und im April 2016 statt. Ausgangspunkt beider Touren war der Parkplatz am Mühlenweg (K25), ca. 50 Meter von der Perlbacher Mühle (auch: Höfener Mühle) bei Höfen entfernt. Mit dem Auto von Köln kommend dauert die Anreise über die A1 ca. 1 ½ Stunden. Eine der beiden Wanderungen führte ausschließlich am Perlbach entlang bis zum Unteren Steg. Auf einer weiteren Tour wanderte ich entlang des Fuhrtsbachs und südlich bis zum Bieley, um dann wieder Richtung Norden am Perlbach entlang zum Ausgangspunkt zurückzukehren.

Das Perlenbachtal liegt südlich von Höfen, ca. 4 km südlich von Monschau im Kreis Aachen, an der Grenze von Belgien und Deutschland. Der Bach entsteht aus kleineren Bächen und Rinnsalen im Perlenbach-/Fuhrtsbachtalsystem. Er fließt Richtung Norden, um in der Perlenbachtalsperre gestaut zu werden und mündet schließlich in die Rur. Die Perlenbachtalsperre fasst 800.000 m³ (zum Vergleich, Rurtalsperre: 203,2 Mio. m³), mit ihrem Wasser werden auf mehr als 400 km² der Region Haushalte mit Trinkwasser versorgt (400 km² entsprechen ungefähr der Fläche des kölner Stadtgebiets). Die Qualität des Wassers ist sehr gut, Grenzwerte der ohnehin strengen deutschen Trinkwasserverordnung werden deutlich unterschritten.

Weg des Gedenkens

Die Region Monschau war im 2. Weltkrieg Ort intensiver Kämpfe zwischen deutschen und alliierten Verbänden. Das Dorf Höfen wurde dabei zwischen September 1944 und Februar 1945 fast völlig zerstört. ¾ der Häuser und fast alle Straßen der Umgebung waren zerbombt, Strom- und Wasserversorgung lagen darnieder. Mehr als 2211 Hektar umgebender Waldflächen waren zerstört.

Kaum einige Minuten durch den Wald gewandert, findet man selbst Relikte aus dem Krieg. Teile des Westwalls ragen in Form von Bunkeranlagen aus dem Bewuchs. Sie wurden noch viele Jahre nach dem Krieg als Sprengbunker eingesetzt, um Kampfmittel zu beseitigen. Am Start des Wanderwegs erinnert eine Tafel an den verheerenden Krieg.

Größtes deutsches Vorkommen der Gelben Narzisse

Das Naturschutzgebiet im Perlenbachtal und Fuhrtsbachtal gehört heute zu den landschaftlich reizvollsten Eifeltälern. Bereits im Mittelalter wurden die Talwiesen von Bauern genutzt. Diese leiteten im Vorfrühling Bachwasser auf die nährstoffarmen Böden, mähten im Sommer die herangewachsenen Gräser und Kräuter und verfütterten diese im Winter an ihr Vieh. Die regelmäßige Bewässerung, die alljährliche Mahd und das Berglandklima trugen über die Jahrhunderte dazu bei, dass sich blumenbunte Bärwurzwiesen und Borstgrasrasen entwickelten, die heute die größten deutschen Vorkommen der Gelben Narzisse beheimaten.

Die Blüten der wild wachsenden Gelben Narzisse sind deutlich zweifarbig und kleiner als die der Osterglocken städtischer Vorgärten. Die gelbe, röhrige Nebenkrone wird von sechs blassen Kronlättern umgeben. Ursprünglich war die Gelbe Narzisse eine Pflanze der Laubwälder. Sie nutzt das Sonnenlicht des Frühjahrs, solange die Bäume noch nicht belaubt sind. Die Narzissen im Perlenbach- und Fuhrtsbachtal sind streng geschützt und dürfen weder gepflückt noch ausgegraben werden. An den Wanderwegen entlang des Perlenbachs und des Fuhrtsbaches wächst die Pflanze auf Wiesenflächen am Bach und zwischen Büschen sowie dem Unterholz des Waldes. Zudem sind Bärwurz, die Schwarze Teufelskralle, Wasseramsel, der Blauschillernde Feuerfalter und die Gerandete Jagdspinne nur einige weiterer Pflanzen und Tiere, die hier typischerweise vorkommen.

Die alte Kulturlandschaft wäre aber beinahe verschwunden. In den 1950er bis zum Ende der 1980er Jahre gaben viele Bauern die Mahd der Wiesen auf und forsteten statt dessen die Flächen mit schnell wachsenden Fichten auf, denn zu ertragsarm und aufwändig war die Bewirtschaftung der Wiesen. Die stark schattenden Nadelbäume drängten die blumenbunte Krautschicht und damit den wertvollen Lebensraum vieler Pflanzen- und Tierarten zurück, sodass diese fast gänzlich verschwanden. Zum Ende der 1980er Jahre fand ein Umdenken hin zum Naturschutz statt, und die Nordrhein-Westfalen-Stiftung kaufte in dem Gebiet mehr als 60 Hektar Land, um die alte Kulturlandschaft zu retten. In Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden, Vereinen, Organisationen und Landwirten der Region wurde der offene Landschaftscharakter des Talsystems wieder hergestellt und die wertvolle Bachaue renaturiert. Viele der blumenbunten Wiesen werden heute wieder durch Landwirte gemäht und die Schönheit und die Eigenart des Perlenbach- und Fuhrtsbachtals konnte erhalten werden.

Perlenfischerei im Perlbach

Der Perlenbach verdankt seinen Namen den Perlen einer seltenen Süßwassermuschel, der Flussperlmuschel. Diese Tierart war in den Bächen des Talsystems früher mit flussbettdeckenden Kolonien heimisch. Jahrhundertelanges Muschelfischen und der höchst störanfällige Vermehrungsprozess der Muscheln haben sie jedoch an den Rand des Aussterbens gebracht. Obwohl Perlendiebstahl hier im Mittelalter mit dem Tod am Galgen auf dem Galgendamm bestraft worden sein soll, änderte dies offenbar nichts an der massenhaften Ausräuberung der Muschelbestände. Nur wenige uralte Exemplare leben heute noch an einer versteckten Stelle des Talsystems. Mittlerweile erscheint aber wieder möglich, dass die Flussmuschelpopulation im Perlenbach sich eines Tages erholt. Diverse Naturschutzmaßnahmen und ein ausgeklügeltes Nachzuchtprogramm von Wissenschaftlern und Naturschützern könnten zum Erhalt der Population beitragen.

Weiter:

Anbei einige Fotos, die auf den beiden Eifeltouren entstanden sind:

Monreal

Diese Eifeltour im August 2016 führte mich nach Monreal in die Osteifel. Zunächst ging es dafür mit dem Auto von Köln über die A555 und A61 bis zur Ausfahrt Mendig, von dort noch ungefähr 17 km per Landstraße nach Monreal. Geparkt habe ich in der Nähe des Bahnhofs beim alten Stellwerk. Insgesamt dauerte die Anfahrt aus Köln etwa 1 ½ Stunden.

Monreal liegt im Tal des Elzbachs und ist insbesondere für seinen historischen Ortskern bekannt. Zudem sind zwei Burgruinen Wahrzeichen des Ortes, die oberhalb des Ortskerns auf der Nordseite der Elz aufragen. Vom Parkplatz ging es also zunächst entlang der Elz und Eisenbahnlinie Richtung Nordosten, um den mittelalterlichen historischen Ortskern Monreals zu besichtigen.

Monreal hat eine bewegte Geschichte. Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort 1193 als „Cunisberch“ (Königsberg). Ab Anfang des 13. Jahrhunderts verwendete man den französischen Namen „Monroial“ (Königsberg). Später wurde daraus dann der heutige Name „Monreal“.

Im 13. Jahrhundert prosperierte der Ort zunächst, man baute die Phillips- und die Löwenburg. Im 17. Jahrhundert wurde der Ort im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen und danach nochmals im Pfälzer Erbfolgekrieg von französischen Truppen zerstört. Danach begann sich eine bedeutende Tuchindustrie im Ort zu entwickeln, gestützt auf die Wolle der großen Schafherden der Eifel, die zum Wohlstand Monrealer Tuchmacher führte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erreichten die Folgen der industriellen Revolution Monreal und seine Tuchherstellung, und der Ort verarmte. In den 1930er Jahren erholte sich Monreal; man begann, den Ort touristisch zu erschließen.

Monreal ist nach heutigen Verhältnissen sehr klein. Malerisch schön, idyllisch und authentisch ist aber die städtebauliche Substanz der Fachwerkarchitektur, in der man sich hier bewegt. Die Elz bildet dabei gleichsam eine zentrale Verbindungslinie des Ortes. Beiderseits des Baches befinden sich hübsche Fachwerkhäuser, Wege im Ortskern sind gepflastert, gemütliche Plätze laden zum Verweilen am lauschigen Sommernachmittag ein. Abrunden läßt sich ein Aufenthalt beispielsweise mit einem Besuch im Café, nur wenige Meter von der leise fließenden Elz und der mittleren Elzbrücke mit ihrem spätgotischen Löwendenkmal und dem Heiligen Johannes Nepomuk entfernt.

Um sich eine Übersicht vom Ort und seiner geographischen Lage zu verschaffen, ist die Panoramabild-Funktion der offiziellen Webseite von Monreal zu empfehlen (monrealeifel.de). Von 5 verschiedenen Aussichtspunkten, die in der Luft aufgenommen worden sind, läßt sich ein 360° Panorama von Monreal erkunden.

Nachdem ich mich im Dorf umgeschaut hatte und auch die Straße Richtung Nordosten ein paar Meter hinausgegangen war, um einen Überblick und etwas freieren Blick auf die Burgen oben in den Berghängen zu erhalten, machte ich mich schließlich auf einen ausgezeichneten Wanderweg, einen Traumpfad, den Monrealer Ritterschlag.

Im Ortskern begibt man sich dazu unmittelbar ans Ufer der Elz und beginnt den Marsch entlang des kleinen Flusses, unter einer Brücke her, um dann, entlang und durch eine Neubausiedlung hindurch, zum Aufstieg zu gelangen. Ab hier geht es nun auf der 4-stündigen Wanderung fast ausschließlich durch die Natur. Man umrundet Monreal durch Wälder, Wiesen, steigt auf Höhen und diese wieder ab, um schließlich an der Phillipsburg und der Löwenburg wieder nach Monreal hinabzusteigen. Hier sollte man sich die abschließende Besichtigung der Burgruinen nicht entgehen lassen.

Anbei einige der Fotos, die ich auf meiner Eifeltour nach Monreal aufgenommen habe.

Abtei Maria Laach und Laacher See

Ausflug zum Kloster Maria Laach und Laacher See

Diese Eifeltour zur Abtei Maria Laach und zum Laacher See hat bei schönem Wetter im Februar 2016 stattgefunden. Maria Laach liegt vier Kilometer nördlich von Mendig und gehört zur Ortsgemeinde Glees in Rheinland-Pfalz. Die Anfahrt mit dem Auto von Köln über die A61 ist ca. 90 km lang und dauert ungefähr eine Stunde.

Am Kloster Maria Laach angekommen, habe ich auf dem großzügigen Besucherparkplatz unterhalb des Klosters geparkt. Dieser liegt zwischen Laacher See und Kloster, beide erreicht man von hier fußläufig in wenigen Minuten.

Zunächst habe ich mich auf den Weg gemacht, die Klosteranlage zu besichtigen, die an einer Anhöhe liegt. Dazu folgt man den Schildern ausgehend vom Klosterparkplatz am Hofladen, unterquert die L113 und erreicht auf einem Fußweg, der wenige Minuten dauert, das klösterliche Gelände.

Abtei Maria Laach

Bei dem Kloster Maria Laach handelt es sich um eine Benediktinerabtei aus dem Mittelalter, die auch heute noch von Mönchen bewohnt wird. Dem Kloster sind Wirtschaftsbetriebe angegliedert, zum Beispiel touristische Einrichtungen wie das Seehotel oder die Buchhandlung, an der man auf dem kurzen Fußweg zur Abteikirche vorbei kommt und die auf einen Besuch einlädt. Schließlich erreicht man, zwei Skulpturen passierend, den schön gestalteten Vorplatz der Abteikirche mit ihren sechs Türmen. Sie ist eines der am besten erhaltenen romanischen Bauwerke in Deutschland und gilt als eines der schönsten Denkmäler romanischer Baukunst.

Die klare und schlichte Architektur des Kirchengebäudes ist beeindruckend.

Vom Vorplatz der Abteikirche gelangt man durch eine eingeschossige Vorhalle, die Paradies genannt wird, in den Kircheninnenraum. Der Eingang dieser Vorhalle ist mit Ornamenten geschmückt, unterhalb der Gewölbedecke wird an der hinteren Paradieswand das Wappen der Abtei sichtbar. Durch zwei Türen kann man den Innenraum der Kirche betreten.

Weiter:
http://www.maria-laach.de

Laacher See, Laacher Vulkan

Nach der Besichtigung der Klosteranlage machte ich einen Gang um den Laacher See. Für meinen Rundgang nutzte ich den Uferrundweg, er hat eine Länge von 8,4 km, ist ausgeschildert (ML 2) und einfach vom Klosterparkplatz erreichbar. Unterwegs geht es meist nah am See entlang mit direkter Sicht auf das Wasser. Der See hat eine Fläche von 3,3 km² und ist der größte in Rheinland-Pfalz.

Geologisch betrachtet, handelt es sich um einen mit Wasser gefüllten Einbruchkrater; die leere Magmakammer unterhalb eines hier früher befindlichen Vulkans stürzte ein und hinterließ den Krater, der sich über die Zeit mit Wasser füllte. Es war der Laacher Vulkan, der hier vor ca. 12.950 Jahren ausbrach, er tat dies 1½ mal so stark wie der Pinatubo im Jahr 1991, und er veränderte dabei das Klima und Topographie weitreichend und nachhaltig. Seine Asche wurde bis nach nach Schweden und Norditalien getragen. Für Geologen spielt der Vulkan deshalb heute eine besondere Rolle bei der Datierung von Sedimentschichten.

Die vulkanische Aktivität, die nach wie vor in der Eifel wirkt, ist heute zum Beispiel anhand von Mofetten hier am Laacher See sichtbar, das sind vulkanische Ausgasungen am Seegrund teils in Ufernähe, die als Gasblasen aufsteigen.

Der Rundgang dauerte ungefähr zwei Stunden, fand bei strahlendem Winter- bzw. Vorfrühlings-Sonnenschein statt und war sehr gemütlich. Neben dem von mir begangenen Uferweg gibt es noch den Höhenrundweg, dieser hat eine Länge von 14 km und soll zu den schönsten Wanderwegen der Umgebung gehören.

Teufelsschlucht

Die Teufelsschlucht bei Irrel im Naturpark Südeifel ist mit edlen Schluchtwäldern bewachsen und bietet ein geeignetes Mikroklima für seltene Flora. Es handelt sich um eine 30 Meter tiefe Felsspalte im Ferschweiler Plateau. Ein Ausflug ist atemberaubend und erfrischend zugleich. Gerade an heißen und sonnigen Sommertagen sorgt sie mit ihrem kühlen Mikroklima für einen willkommenen Ausgleich beim moderat-sportlichen Wanderausflug.

Denn selbst an heißen Sommertagen ist es in der Teufelsschlucht angenehm kühl und feucht, da die hohen Felswände und die dichte Kronendecke des Waldes wenig Sonnenstrahlung in die Schlucht lassen. Zudem führt die Nord-Süd Ausrichtung der Felsspalte zu einer weiteren Abkühlung. Damit bietet sie das geeignete Mikroklima für seltene Moose, Flechten und Farne.

Der Aufstieg zur Schlucht auf dem Ferschweiler Plateau ist abwechslungsreich und mit bis zu 400 zu überwindenden Höhenmetern nicht zuletzt ein moderat-sportliches Erlebnis für Jung und Alt. Schon auf dem Weg zur eigentlichen Schlucht durchwandert man erstaunliche Felsformationen. Dabei säumen den Weg teils mehr als 100 Jahre alte und 30m hohe Rotbuchen und umschließen ihn wie eine Halle. Ebenfalls wachsen hier Linde (tilia) und Berg-Ahorn (acer pseudoplatanus).

Irreler Wasserfälle

Im Naturpark Südeifel bei Irrel nahe der Grenze zum Herzogtum Luxemburg befinden sich die Irreler Wasserfälle. Eigentlich handelt es sich um Stromschnellen auf einer Strecke von ca. 140 Metern, die während der letzten Eiszeit vor ca. 12.000 Jahren entstanden sind. Damals brachen von den Plateaus beiderseits des Prümtals, dem Ferschweiler Plateau und dem Wolfsfelder Heiderücken, Sandsteinblöcke (sog. Luxemburger Sandstein) aus und rutschten auf dem lockeren Untergrund ins Tal, bis hinein ins Flußbett. Massive Sandsteinabbrüche sind auch beim Aufstieg an den Talflanken hinauf zur Teufelsschlucht zu bestaunen. Eine überdachte Brücke hilft beim Überqueren der Prüm.

Astropeiler Stockert

Der Astropeiler Stockert ist ein technisches Denkmal, das auf einer Berghöhe in der Nordeifel zwischen Blankenheim und Euskirchen steht und auch heute noch in Betrieb ist. Die Sternwarte misst seit 1957 mit ihrer hohlspiegelförmigen Antenne und den angeschlossenen technischen Anlagen unsichtbare kosmische Strahlung. Sie wurde von Radioastronomen des Max-Planck-Instituts und der Universität Bonn im Rahmen der Weltraumforschung bis in die 1990er Jahre genutzt. Zudem war die Anlage bis in die 1960er Jahre in militärischer Nutzung, um als Radargerät den Luftkorridor über Berlin zu überwachen. Nach zwischenzeitlichen Pausen ist heute der radioastronomische Messbetrieb wieder aufgenommen. Die Aus- und Weiterbildung von Schülern und Studenten sind wesentlicher Bestandteil dieser Aktivitäten.

1955 wurde der Bau der radioastronomischen Anlage begonnen, die damals zu den modernsten ihrer Zeit gehörte. Die junge Bundesrepublik konnte damit die Konkurrenz- und Leistungsfähigkeit ihrer Ingenieure unter Beweis stellen. Nahezu vorsintflutlich mutet dabei heute die 40 Jahre alte Technik des Astropeilers an. Von Außen und durch die Fensterscheiben des Eingangsbereiches betrachtet, läßt insbesondere ein antiquierter elektrischer Schaltschrank bei Technikromantikern verliebte Gefühle aufkommen. Viele Erfahrungen mit dem Astropeiler flossen in die Konstruktion des 100-m-Radioteleskops in Effelsberg ein.

Die Demonstration von Radioastronomie für das allgemeine Publikum ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil der Aktivitäten der heutigen Sternwarte. Der Astropeiler ist in der Regel Sonntags von 14 – 18 Uhr für Besucher gegen eine geringe Gebühr zugänglich. Die Mitarbeiter des Fördervereins bieten von Mai bis Oktober jeden Sonntag um 14:00 Uhr eine Führung durch die Anlage an. Man kann sich spontan zu einem solchen Besuch entschließen, es ist keine Anmeldung dafür erforderlich.

Siehe auch:

Eichholzmaar und Steffelner Drees

Am kleinen Parkplatz des Eichholzmaars angekommen, geht man ein oder zwei Minuten bis zum Rand des Maarsees. Den Wegesrand hin zum Maar säumen – ganz seinem Namen gemäß – Eichenlaubbäume.

Eichholzmaar
54597 Steffeln
Besucherparkplatz
50.271256 N
6.568537 E

Im 19. Jahrhundert nannte man das Eichholz-Maar auch „Gussweiher“. Es wurde damals befischt und Ortsansässige berichten, dass darauf auch noch bis vor dem Krieg Schlittschuh gelaufen wurde. Dies ist deshalb erwähnenswert, weil es in der Zeit danach vorerst verlandete. Bis zum Jahr 2007 handelte es sich beim Eicholzmaar nämlich lediglich um einen fast kreisförmigen Talkessel, ein Trockenmaar also.

Im Spätsommer 2007 machte man sich daran, das Gebiet zu renaturieren. Bis ins Frühjahr 2008 wurde diese Renaturierung durchgeführt und die Wasserfläche wiederhergestellt. So ist ein vielfältiges Biotop wiedererstarkt, heute ein geschütztes naturgeschichtliches Denkmal, an dem seine Besucher Flora und Fauna beobachten können. Ein Rundweg führt um den See. Ein hölzerner Aussichtsturm direkt am Rand des Sees schafft einen Überblick und ermöglicht die unaufdringliche Beobachtung von Wildtieren.

Der Maarsee hat einen Durchmesser von ca. 120 m. Die größte Tiefe liegt bei 3 m. Die Wasserfläche ist etwa 1,1 Hektar (1½ Fußballfelder) groß.

Steffelner Drees

Über einen Pfad nah am Aussichtsturm ist in wenigen Minuten die Eichholzer Mineralquelle, der Steffelner Drees, erreichbar. Sie fördert CO2-haltiges Wasser, das einen hohen Eisen- und Mangangehalt aufweist. Rötliche Ausfällungen am Quellbecken machen dies sichtbar.

Diese Tour fand im Juli 2014 statt.

Meerfelder Maar

Am Meerfelder Maar finden lustiger Badespaß und gesetztes Ausruhen nah beieinander statt und passen zueinander. Zum Ort Meerfeld gehörend, dieser ebenfalls im Maarkessel angesiedelt, ist das Maar Teil eines staatlich anerkannten Erholungsortes.

Erholung und Badespaß

Meine Tour zum Meerfelder Maar fand an zwei Terminen 2014 bei warmem Juliwetter statt. Nah am Parkplatz findet man einige Bänke, die zum Verweilen mit Blick auf den See einladen. Dieser Bereich erinnert etwas an einen klassischen Kurort. Im weiteren Verlauf des Seeufers wurde geschwommen und fröhlichem Badespaß nachgegangen. Die Blätter von Seerosen bedecken weite Bereiche der Wasserfläche und sind Schutzzonen, in denen Baden nicht gestattet ist. Ausblicke vom Ufer entlang der umgebenden Hänge des Maarkessels können ein durchaus alpines Raumgefühl aufkommen lassen.

Mit einem Durchmesser von 1500 m x 1200 m und einer Trichtertiefe von fast 200 Metern ist das Meerfelder Maar der größte Maarkessel der Eifel. Die höchste Kraterranderhebung liegt bei 515 m ü. NN, dort befindet sich der Landesblick, ein Aussichtsturm. Entstanden ist das Maar vor 29.000 bis 40.000 Jahren. In den Jahren 1877 bis 1880 wurde der Wasserspiegel des Sees künstlich abgesenkt, um Wiesen und Weidefläche zu schaffen. Die größte Wassertiefe im Maarsee liegt heute bei 17 m bis 18 m. Er ist 780 m lang (West-Ost) und 490 m breit (Nord-Süd). Der See weist eine Wasserfläche von 24,8 Hektar (fast 35 Fußballfeldern) auf. Seit 1986 ist das Maar ein Naturschutzgebiet.

Weiterführend zu Meerfeld:
http://www.meerfeld.org/

Wanderweg als Zeitmaschine

Meerfelder Maar
54531 Meerfeld
Besucherparkplatz am Maar
50.099333 N
6.764168 E

Das Meerfelder Maar ist zugleich Ausgangspunkt einer Wanderung, zu Fuß oder mit dem Rad, entlang des Kosmosradwegs, der Daun mit Meerfeld verbindet. Auf einer Gesamtwegstrecke von 21 km sind auf dem Rad- und Wanderweg einerseits mit markierten Teilstrecken die schwer vorstellbaren Größen von Zeitintervallen dargelegt, die seit dem Urknall vergangen sind. Jeder zurückgelegte Meter Weg entspricht hier drei Millionen Jahren Zeit. Zum anderen sind hier Entfernungsverhältnisse innerhalb unseres Planetensystems ohne logarithmische Stauchung durch markierte Teilstrecken dargelegt. Dann entspricht ein zurückgelegter Meter auf dem Wanderweg 500.000 Kilometern im Universum.

Weiterführend zu Kosmosradweg:
http://www.kosmosradweg.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Kosmosradweg

Bei der Zufahrt zum Parkplatzgelände begegnet man einem Steinkunstwerk, das diesen Ausgangspunkt markiert. Das Kunstwerk trägt den Namen „Urknall“ und ist eine quadratische Säule mit zylindrischer Aussparung. Eine Gravur auf einer Seitenfläche zeigt den Verlauf des Kosmosradwegs an. Im oberen Kreisbogen findet man die Inschrift „Am Anfang war die Welt so gross wie ein Gedanke“.

Weiterführend zu „Urknall“, Kunstwerk aus Naturstein:
http://www.natursteine-pantenburg-kranz.de

Immerather Maar

Diese Tour habe ich im Juli 2014 unternommen. Vom Parkplatz am Maar, einer Wiesenfläche, auf der man ein kleines Labyrinth angelegt findet, erreicht man nach einem kurzen Spaziergang durch den bewaldeten Rand des Kraterbereiches die wohltuende Ruhe, Frische und malerische Idylle dieses wundervollen Ortes.

Bei meiner Ankunft am Immerather Maar fand ich das Labyrinth am Parkplatz geschmückt vor.

Viele verschiedene Kunstwerke aus Stoff, fröhlich und bunt, zierten die Heckenanlage. Schüler der naheliegenden Grundschule hatten gemeinsam dieses farbenfrohe Kunstwerk geschaffen.

Und so war sie wieder da: Eifel — fröhliches Zusammenspiel und zueinander Fügen von Mensch und Natur.

Immerather Maar
54552 Immerath
Parkplatz am Labyrinth
50.12225656 N
6.95647001 E

Das Immerather Maar ist vor 40.000 bis 70.000 Jahren entstanden. Die durchschnittliche Wassertiefe liegt bei circa 1,50 m, maximal 2,90 m, es handelt sich darin um Oberflächen- sowie Grundwasser des Kraters. Die Landschaft ist insbesondere aufgrund ihrer Flora und Fauna ausgewiesenes Naturschutzgebiet im Rahmen des Europäischen Netzwerks von Naturschutzreservaten.

Im Laufe seiner Geschichte war das Maar eine Zeit lang trockengelegt. 1750 wurde das Maar durch einen Maarbach, den Nierbach, abgelassen und diente im Weiteren als Weide. Zwischen 1914 und 1918 verwilderte der Bach des Ablaufes wieder, und es kam zu einem Aufstau und zur Ausbildung eines flachen Maares. Die ursprünglich kreisförmige Wasseroberfläche bildete sich dabei halbkreisförmig aus. Die Seefläche ist heute etwa 60.000 m² groß (6 Hektar; gut 8 Fußballfelder). Im Südosten des Maarsees befindet sich der Ablauf, in den Nierbach.

Der Uferweg mit Buchen, Eichen und Haselnusssträuchern erstreckt sich über eine Länge von 800 m, auf ihm lässt sich das Maar vollständig umwandern. An moderat ansteigenden Flanken hin zum Kraterrand findet man teils weitläufige Wiesenflächen, die an einigen Stellen mit Obstbäumen bestellt sind.

Gillenfelder Maare

Im Rahmen meiner Ausflüge zu den Maarseen der Eifel besuchte ich auch die Maare bei Gillenfeld, Pulvermaar und Holzmaar. Einmal vor Ort, habe ich mir auch das Hetsche Maar und das Dürre Maar angesehen, bei ihnen handelt es sich um Trockenmaare.

Pulvermaar

Das Pulvermaar ist nach neueren Studien etwa 20.000 bis 30.000 Jahre alt. Der fast kreisrunde See hat mit einem Durchmesser von etwa 700 Metern eine Wasserfläche von rund 38,48 Hektar (~ 54 Fußballfelder). Es ist damit der größte Maarsee in der Eifel. Außerdem ist er mit 72 Metern auch der tiefste. Dieses Maar gehört sogar zu den tiefsten natürlichen Seen Deutschlands, nur der Bodensee und die Voralpenseen sind hier noch tiefer.

Pulvermaar
Parkplatz
50.1343454 N
6.92608461 E

Ich erreichte das Pulvermaar in einem sehr ruhigen Augenblick, in einer Art Mittagspause. Wochentags, außerhalb der Schulferien, lediglich auf einer kurzen Stippvisite hier und – tatsächlich – um die Mittagszeit, lassen sich hier also auch ruhige Momente verleben.

So ruhig ist es aber nicht immer hier. Allein auf den Liegewiesen des Freibades, das gerade erst modernisiert wurde, finden am Wochenende und bei gutem Wetter 2.200 Besucher Platz. Die gesamte Umgebung macht den Eindruck eines zugewandten, aktiven, sozialen und freundlichen Ortes. Dies alles, während man sich dessen gewahr ist, landschaftlich und infrastrukturell auf einer Art abgeschiedener Insel sich zu befinden.

PP — Planet Pulvermaar.

Sonne und Wolken wechselten sich gerade ab und es war etwas diesig. Auf einem Boot, das auf dem See schwappte, ließ man sich gemütlich treiben. Vom Schwimmbad schallte vereinzelt frohes Kinderlachen herüber.

Im Naturfreibad am Pulvermaar kann man einerseits im Maarsee selbst schwimmen, hier befindet sich auch eine Schwimminsel mit Sprungturm im Wasser. Weiterhin gibt es dort ein befestigtes Schwimmbecken außerhalb des Natursees und großflächige Liegewiesen.

Nicht nur Schwimmbadgäste und Wanderer sind am Pulvermaar willkommen. Im Feriendorf Pulvermaar läßt sich mit der ganzen Familie ein abwechslungsreicher und aktiver Urlaub verbringen, mit Ausflugsmöglichkeiten in die gesamte Eifel.

Ein Rundweg, etwa 2½ km lang, führt durch einen Buchenwald um das Maar. Der kleine Campingplatz am Pulvermaar am Weg läßt auf gemütliche Sommerabende in freundlicher Runde schließen, die man hier verbringen kann.

Holzmaar

Weiter zum Holzmaar, fährt man durch Gillenfeld hindurch.

Holzmaar
Parkplatz an der K17 / K29
50.11892796 N
6.87567249 E

Vom Parkplatz am Holzmaar sind es nur ein paar Schritte bis zum See. Dazu überquert man die K17, folgt dem Weg auf der gegenüberliegenden Straßenseite in den Wald hinein, um alsbald auf einen Steg am Ufer zu treffen. Von hier aus kann man einen ersten Eindruck gewinnen, von diesem leisen, sensiblen, verzauberten Ort.

Das Holzmaar liegt auf halber Strecke zwischen Gillenfeld und Eckfeld. Es hat eine Wasserfläche von 6,8 Hektar (~ 9½ Fußballfelder) bei einem Durchmesser von 325 Metern und ist 21 Meter tief. In einem Naturschutzgebiet liegend, das seit 1975 besteht, ist es fast völlig von einem Buchenwald umgeben. Ein Quellbach des Sammetbaches durchfließt das Maar und speist es. Angler schätzen den Fischreichtum des Gewässers.

Das Holzmaar trägt seinen Namen aufgrund der früheren Funktion als Energielieferant; sein Wasser trieb mehr als 400 Jahre lang die Mühle eines nahegelegenen Holzwerkes an.

Heute ist es ein Naturparadies, verwunschen und leise, ein Ort zum Entspannen und zum Zuhören. Und hier ist auch Ort für Liebende. Für vertraute Augenblicke und gemeinsame, stärkende Perspektiven.

Dort drüben: ein Plätschern im Wasser, leise und fein. Haubentaucher schwimmen am Schilf. Auch Libellenarten wie die Braune Mosaikjungfer kann man hier entdecken. Das Klopfen eines Spechts hallt herüber, deutlich und klar.

Hetschemäärchen und Dürres Maar

Zu empfehlen ist auch eine kleine Wanderung zum Hetsche Maar und zum Dürre Maar. Beide sind Trockenmaare, ihre Seen sind seit langem verlandet.

Es bietet sich dafür der Määrchen-Naturwaldpfad an, der ausgeschildert ist und am Parkplatz startet. Gerade für Kinder ist dies eine tolle, märchenhafte Tour, auf der es viel zu entdecken gibt. Der Pfad ist als Rundwanderweg angelegt und umfasst auch das Holzmaar. Dann hat er insgesamt eine Länge von 4 Kilometern.

An der Stirnseite des Parkplatzes an der K17 geht es in den Wald hinein. Hölzerne Figuren, rätselhaft und symbolisch, lassen erahnen, dass gleich die Grenzen aus dem Alltäglichen überschritten sein werden. Spannung weht sacht heran und märchenhafte Athmosphäre kommt dem Raum hinzu.

Hinein nun, nur Mut, in diesen verwunschenen Märchenwald.

An mehreren Stationen unterwegs kann man an fest installierten Lesepulten in großen Märchenbüchern blättern und auf deutsch, englisch und niederländisch sagenhafte Geschichten daraus lesen. Mit einer Beschilderungsserie wird am Wegesrand auf Besonderheiten von Flora und Fauna hingewiesen. Immer wieder gibt es rätselhafte hölzerne Figuren am Weg zu entdecken, die teils etwas versteckt im Unterholz stehen.

Ein Highlight – auch für somanches ältere Semester – ist auf diesem Weg ein mehrteiliger Versuchsaufbau, dem man plötzlich mitten im Wald am Rand des Sammetbaches gegenübersteht. Dieser lädt dazu ein, als Aufgabe verstanden zu werden und mäandernde und gerade Flußverläufe hinsichtlich ihrer Fließgeschwindigkeit und Kapazität zu beobachten und zu vergleichen. Wasserspass kommt dabei nicht zu kurz.

Hetsche Maar
50.12443365 N
6.87031209 E

Der Weg führt nun weiter und zuerst am Hetsche Maar vorbei.

Das Hetschemäärchen, wie das Hetsche Maar (oder: Hitsche Maar) von den Einheimischen auch genannt wird, misst gerade einmal 60 Meter im Durchmesser und 5 Meter in der Tiefe. Aufgrund seines Bewuchses und der hügeligen Landschaft umher fügt es sich unauffällig in ein Gesamtbild. Ich hätte es beinahe übersehen, wenn mich nicht eine Schautafel an seinem Rand auf diese Besonderheit im Landschaftsbild aufmerksam gemacht hätte. Es ist das kleinste Eifelmaar.

Dürres Maar
50.12284469 N
6.87227547 E

Weiter geht es zum Dürre Maar. Leider konnte ich dort keine Fotos mehr aufnehmen, da der Kamera die Energie ausgegangen war.

Am Dürre Maar hat sich ein Moor ausgebildet, dessen Torfschicht bis zu 12 Meter dick ist. Das Moor steht unter Naturschutz und darf nicht betreten werden. Vom Rand aus hat man aber eine gute Sicht über das Biotop, das einen Durchmesser von etwa 290 Metern hat. Man kann sich über die Satellitenaufnahmen von Google einen guten Eindruck davon machen.

Schließlich geht es zum Parkplatz zurück.

Dauner Maare

Die Dreiergruppe

Dauner Maare
Parkplatz an der L64
54552 Schalkenmehren
Südlich vom Flugplatz Daun-Senheld
50.17332741 N
6.8518359 E

Zu den Dauner Maaren zählen das Schalkenmehrener, das Weinfelder und das Gemündener Maar. Alle drei liegen nah beieinander. Wer mit dem Auto anreist und sich auf einer kurzen Wanderung das Erlebnis aller drei Maare erschließen möchte, dem sei der Parkplatz an der L64 zwischen dem Schalkenmehrener und dem Weinfelder Maar empfohlen.

Schalkenmehrener Maar

Zuerst geht es zur Aussicht auf das südlichst gelegene der drei Maare, das Schalkenmehrener Maar. Vom Parkplatz ausgehend ist es dafür lediglich notwendig, die Straßenseite zu wechseln. Von dort aus lassen sich weite Blicke über das Maar und seine umgebende Landschaft erleben.

Der See des Schalkenmehrener Maars schwankt im Durchmesser zwischen 500 m und 575 m und ist bis zu 21 m tief. Er hat eine Fläche von ca. 21,6 Hektar (~ 30 Fußballfelder).

Östlich an den Maarsee grenzt ein Hochmoor, es befindet sich im Bereich eines angrenzenden Trockenmaars. Genau genommen handelt es sich mit der Topologie des Schalkenmehrener Maars also um eine, die sich aus der Kombination mehrerer Maarvulkane ergibt. Sie sind vor ca. 10.500 Jahren hier entstanden.

Von dem Aussichtspunkt an der L64 Richtung Süd-Südost schauend, erblickt man auf der gegenüberliegenden Seite des Sees Schalkenmehren. Falls man mit dem Auto aus dem Süden anreist, so ist es richtig, auf dem Weg das Dorf Schalkenmehren und von dort das Maar aus der Nähe anzusehen.

Schalkenmehren, als einziger Ort der unmittelbar am Ufer eines der Maare aus dieser Gruppe liegt, nennt sich auch das Drei-Maare-Dorf. Das umgebende Naturschutzgebiet, kulturelles Vermächtnis wie die Architektur einiger Fachwerkhäuser und Artefakte im Heimweberei-Museum, sowie die geologische Anschauung hier und in der weiteren Umgebung, können den Aufenthalt in Schalkenmehren interessant und strukturierend gestalten. Und Naturnähe, entspannte Kaffee- und Kuchen-Athmosphäre, Freibadspass und der moderat betriebene Tourismus können Schlüssel werden zu einem nahen, unaufgeregten und frohen Urlaubserlebnis mit der ganzen Familie und einem großem Erholungswert.

Weinfelder Maar

Mit ein paar Schritten vom Parkplatz an der L64 kommt man Richtung Norden in Sichtweite des Weinfelder Maars. Eine kleine hölzerne Aussichtsplattform ermöglicht einen guten Blick über das Maar, hinüber zur Nordseite. Dort erblickt man eine kleine Kapelle, die zu Teilen aus dem 14. Jahrhundert stammt, die ehemalige Pfarrkirche von Weinfeld, zu der auch ein Friedhof gehört. Letzteres ist mithin Grund für den Namen Totenmaar, wie das Weinfelder Maar ebenfalls genannt wird.

Der Maarsee entstand vor rund 10.500 Jahren, ist rund 525 m lang, 375 m breit und 51 m tief. Aus der Dreiergruppe der Dauner Maare ist das Weinfelder damit das tiefste. Seine Wasserfläche beträgt etwa 16,8 Hektar.

Auf dem oberen Wanderpfad entlang in Richtung des Mäusebergs und hin zum Dronketurm gibt es noch einige Stellen, an denen man eine umfassende Aussicht auf das Maar hat. Ein Rundweg führt zudem nah am Wasser um das Maar. Schwimmen ist hier nicht erlaubt.

Gemündener Maar

Das Gemündener Maar liegt in der Dreiergruppe der Dauner Maare am nördlichsten. Es hat Durchmesser zwischen 325 m und 300 m und eine Fläche von 7,2 Hektar, ist damit das kleinste der Dauner Maare. Es ist ca. 38 m tief. Entstanden ist es vor ca. 10.450 bis 10.950 Jahren.

Auch das Gemündener Maar ist von einem Rundweg erschlossen, der aber etwas weniger ufernah als derjenige am Weinfelder Maar ist. Das Freibad hat bei entsprechender Witterung geöffnet, es gibt auch einen Sprungturm mit 3,0 m, 5,0 m und 7,50 m. Die nachfolgenden Bilder zeigen den Blick vom Dronketurm und seiner Umgebung auf das Gemündener Maar.

Dronketurm
50.17542943 N
6.84218645 E

Der Dronketurm ist ein denkmalgeschützter, ca. 10,5 Meter hoher Turm, der auf dem Mäuseberg, zwischen Weinfelder und Gemündener Maar, steht. Man kann ihn durch eine Treppe im Turminnern besteigen. Von hier aus hat man einen weiten Blick über die gesamte Vulkanlandschaft rund um Daun, bei gutem Wetter bis in den Hunsrück. Bronzetafeln, die auf der Aussichtsplattform angebracht sind, zeigen Nah- und Fernziele in verschiedenen Himmelsrichtungen an. Der Turm wurde zwischen 1900 und 1902 erbaut und ist ein Denkmal zu Ehren Adolf Dronkes, des Gründungsvaters und Vorsitzenden des 1888 gegründeten Eifelvereins.

Ulmener Maar

Eifelmaare, Teil 1

Im Juli habe ich mich für einige Tage in der Eifel eingemietet, um direkt von dort aus und mit kürzeren Anfahrtswegen Touren zu unternehmen. Dabei sind einige Fotoserien entstanden, die ich hier veröffentliche. Zunächst wird es um die Eifel Maare gehen. Dieser erste Beitrag zeigt nun einige der Eindrücke, die ich bei meinem Ausflug zum Ulmener Maar erhalten habe. Doch zuallererst, ganz allgemein…

Was ist ein Maar?

Als Maar bezeichnet man den Krater eines Maarvulkans. Maarvulkane weisen einen in die Erdoberfläche eingetieften Krater auf und sind von einem ringförmigen Wall umgeben. Diese Struktur lässt sich unterscheiden von der anderer Vulkantypen, wie beispielsweise Schichtvulkanen, die mit ihren hohen Kegeln im Landschaftsbild aufragen, vgl. Mount Saint Helens in den USA. Die meisten Maare in der Vulkaneifel sind heute verlandet. Einige sind aber mit Wasser gefüllt, und um diese wird es in dieser Serie gehen.

Die Eifeler Maare sind das Ergebnis vulkanischer Aktivität, die sich hier noch bis vor ca. 10.000 Jahren in Form von Vulkanausbrüchen zeigte. Heißes, flüssiges Gestein, das Magma, trifft bei seinem Aufstieg durch die Erdkruste auf wasserführende Gesteinsschichten. Das verdampfende Wasser mit seinem hohen Raumbedarf führt zu enormen Explosionen unterhalb der Erdoberfläche, bei denen die darüberliegenden Gesteinsschichten weggesprengt werden. Auswurf aus dem Vulkan verteilt sich in der Umgebung als Tuffmaterial und häuft sich am Kraterrand als Kraterwall. Der Explosionskegel verfüllt sich mit nachrutschendem Gesteinsmaterial von den umgebenden Steilwänden. Ein Lavastrom an die Erdoberfläche findet in der Regel nicht statt.

Eifelvulkanismus

Der Vulkanismus in der Eifel konnte lange Zeit nicht schlüssig erklärt werden. Erklärungsmodelle, die an anderen Orten des Planeten durchaus funktionieren, griffen hier nicht. Insbesondere läßt sich vulkanische Aktivität in der Eifel nicht mit einer Lokalisation an einer Plattengrenze im Sinne der Plattentektonik erklären, da sich die Eifel weit aufseits der Eurasischen Platte befindet.

Einige Geowissenschaftler nehmen heute an, dass der Vulkanismus in der Eifel mit der Entstehung von Plumen erklärbar ist. Plume sind vorstellbar als Blasen flüssigen, heißen Gesteins, die durch den oberen Erdmantel bzw. die Erdkruste aufsteigen, sich ihren Weg nach oben gleichsam frei-schweißen. Unter der Eifel könnte sich nach Ansicht dieser Wissenschaftler ein Plum bemerkbar machen, ein Reservoir heißen Gesteins also, das geologische Prozesse sicht- bzw. messbar macht, die wir vulkanisch nennen.

Ein anderes, neueres wissenschaftliches Modell nimmt an, dass Gebirgsbildungsprozesse in den Alpen, mit dem Abtauchen von Unterer Kontinentaler Europäischer Kruste in den Erdmantel, vor mehreren Millionen Jahren zu unterschiedlichen Spannungsfeldern in der Europäischen Erdkruste führten und dies die Ursache für den Vulkanismus in der Eifel ist.

Einige weisen darauf hin, dass mit dem jüngsten Ausbruch eines Maarvulkans in der Eifel vor erdgeschichtlich winzig wenigen Jahren (Ausbruch Ulmener Maar vor ca. 10.000 Jahren; vgl. Entstehung der Erde vor 4,54 Milliarden Jahren), und der Struktur, die für vulkanische Ereignisse bekannt ist, ein Abklingen der vulkanischen Aktivität in der Eifel weder stattgefunden hat noch zu erwarten ist. Vielmehr gibt es Vulkanologen, die Ausbrüche auf dem Gebiet der Eifel in der nächsten geologischen Zukunft für sehr wahrscheinlich halten. Von gegenwärtiger vulkanischer Aktivität in der Eifel zeugen zum Beispiel aufsteigende Gase, die im Bereich der Eifeler Vulkane nachweisbar sind (vgl. Mofetten am Laacher See) und seismische Messungen im Gebiet zwischen Laacher See und Koblenz.

Entspannender Erlebnisraum

Doch die Eifeler Maare sind nicht nur ein spannendes Thema. Sie sind genauso ein zutiefst entspannendes Erlebnis.

Das eine dabei etwas offener und robuster, etwa zum sportlichen Ausgleich geeignet, touristisch erschlossen und von frohem Kinderlachen durchschallt. Das andere verträumter, versteckt und romantisch, und genau richtig für frisch Verliebte, für vertrauensvolle Momente an lauschigen Sommerabenden zu zweit.

All ihnen wohnt ein Zauber inne.

Beim Ulmener Maar

Das Ulmener Maar („Junger Heißsporn“) gilt als das jüngste der Eifel-Maare, man geht von einem Alter von etwa 9.500 Jahren bis höchstens 12.400 Jahren aus. Das Maar ist 37 Meter tief und hat eine Seefläche von 5,4 Hektar.

Am Maar 7
56766 Ulmen
50.20978804 N
6.9809448 E

Zur Veranschaulichung: Ein Hektar entspricht einer Fläche von 10.000 Quadratmetern, also 100 mal 100 Metern. Ein Fußballfeld ist demnach etwa ¾ Hektar groß (genau: 0,714 ha; siehe IFAB, 2008). Das Ulmener Maar hat deshalb eine Fläche von ca. 7 ½ Fußballfeldern.

Aufsteigende Gasblasen in Tiefen von mehr als vier Metern im Randbereich zeugen von vulkanischer Aktivität. Die Schichten der Lockergesteine und Aschen, die beim Ausbruch ausgeworfen wurden und sich in Form des Kraterwalls aufgetürmt haben, sind oberhalb der Kirche St. Matthias aufgeschlossen. Dort kann man sich ansehen, wie Erdgeschichte sich niederschlägt.

Die Hänge des Maarkessels in Ulmen sind bewaldet und von einem Rundweg erschlossen. Man kommt hier vorbei an Obstbäumen, kann Wissenswertes über Flora und Fauna der Umgebung mit den angebotenen Informationstafeln erfahren und an Tisch und Bänken Rast einlegen. Auf dem südlichen Kraterrand befindet sich eine mittelalterliche Burgruine, die stets besichtigt werden kann und von der aus man einen guten Blick über das Maar hat. Baden ist in dem Natur- und Wasserschutzgebiet nicht gestattet.

Ein kleiner Platz am Ufer an der Ortsseite lädt mit Bänken zum Verweilen im Schatten einiger Bäume ein. Verkehrsruhig, mit Blick auf die Ufervegetation, umgeben von Häusern mit Fachwerkelementen und vor dem Hintergrund der St. Matthias Kirche, hat dieser Raum etwas von der Lauschigkeit und Geklärtheit eines kleinen Kurortes.

Narzissenwiesen im Oleftal

Entlang der Olef und des Jansbachs unterwegs im Hohen Venn

Ganz zu Anfang April habe ich wieder einen Ausflug in die Eifel unternommen. Es ging an die deutsch-belgische Grenze, zu den Narzissenwiesen im Olef- und Jansbachtal bei Hellenthal-Hollerath. Dieses Gebiet in der nordwestlichen Eifel gehört zu einer Region, die Hohes Venn genannt wird.

Erst vor Kurzem hat hier die Blüte der wilden Narzisse begonnen, nur wenige Wochen im Jahr ist dieses Naturschauspiel hier zu bewundern. Gerne wollte ich das knappe Zeitfenster nutzen, um dieses botanische Ereignis mitzuerleben. Das Wetter war sonnig und frühlingshaft, es handelte sich zudem um einen Wochentag, an dem nur wenige Wanderer unterwegs waren.

Ausgangspunkt Parkplatz Hollerather Knie

Am Parkplatz „Hollerather Knie“ an der L265 bei Hollerath haben zwei Rundwanderwege ihren Start- und Zielpunkt. Sie sind mit dem Abbild einer Narzisse und zudem mit einer Farbe, rot oder gelb, gekennzeichnet. Beide Wege haben anfänglich eine gemeinsame Strecke und führen zunächst ins Oleftal hinein und dann Richtung Norden im Tal entlang.

Die gelbe Tour dreht dann nach Westen ab und führt – unter anderem durch Jansbachtal – zurück zum Parkplatz. Sie hat eine Länge von rund 7 Kilometern.

Die rote Tour wendet sich nach der Trennung von der gelben Tour tendenziell nach Osten und führt dann nach Süden zum Parkplatz zurück. Sie hat eine Länge von ungefähr 5 Kilometern.

Narzissenrundweg, „Tour gelb“

Bereits auf dem Versorgungsweg, über den man kurz hinter dem Parkplatz mit einem Holzschild zur „Narzissenwiese“ am Feld entlang geführt wird, erblickt man Besonderes. Allerdings ist es nicht erfreulich. Genau das aber gehört auch zu uns, zumindest ob unserer Geschichte: Panzersperren aus Betonpfählen zeugen am Wegesrand von Panzerschlachten zwischen Deutschen und Amerikanern im 2. Weltkrieg. Und wenig später wird man mittels der Wegschilder („Narzissen mit gelben und roten Balken“) links in den Wald hinein geführt, wo diese Schlachten erneut Thema werden: Ein Denkmal mit Blumenbeet erinnert an die deutsche Ardennen-Offensive, in der die 277. VGD (Volks-Grenadier-Division) und die 99th US ID (US Infantry Division) in verlustreichen Kämpfen genau hier aufeinander trafen.

Dem Waldweg talwärts folgend, erreicht man im Talgrund schließlich eine Wegkreuzung. Empfehlungen für den gelben und den roten Narzissenrundweg sind hier, aus dem Wald kommend, beide rechter Hand gekennzeichnet und führen zunächst an einem Staubecken ins Oleftal, Richtung Norden.

Der gelbe Rundweg schließt hier an dieser Stelle seinen Kreis und trifft aus westlicher Richtung wieder hier ein. Ich bin den gelben Rundweg gewandert, jedoch nicht nach Norden, sondern hier Richtung Westen. Zunächst geht es dort bergauf, um dann wieder bergab ins Jansbachtal zu führen.

Bachwiesen mit wilden Narzissen und Lungenkraut

Unterwegs habe ich nach einiger Zeit die ersten Narzissen rechterhand auf einer Bachwiese entdeckt. An einer Wegkreuzung im Tal findet man dann rechts den Weg ins Jansbachtal. Gewarnt wird man hier vor Scharfschiessen, das vom belgischen Militär durchgeführt wird. Man wird auf die Sperrzeiten hingewiesen, in denen dieses Gebiet nicht von Zivilisten betreten werden darf.

Kurz nachdem man diese Stelle passiert hat, entdeckt man auch schon die wilden Narzissen in großer Zahl am Bach und auf den Wiesen.

Auf den Fotos sind zudem einige blaue Blumen dokumentiert, die mit den Narzissen in Gesellschaft wachsen. Nach eigenen Recherchen handelt es sich dabei um Pflanzen aus der Gattung der Lungenkräuter. Wer hier mehr weiss, ist willkommen sein Wissen mitzuteilen. Auf den offiziellen Informationstafeln im Waldgebiet konnte ich zu dieser Pflanze nichts finden.

Zunderschwamm und Co.

Weiter auf dem Weg habe ich einen schwammartigen Pilz wiederentdeckt, anscheinend Zunderschwamm. Dieser wurde in Zeiten von Feuerstein und Pyrit zum Feuermachen genutzt. Ebenfalls im Foto dokumentiert habe ich eine Kombo zweier Mistkäfer, die meinen Weg kreuzte. Mir scheint, sie waren im Liebestaumel. Zudem begenet man einem Baum am Wegesrand, der geschwürartige Wucherungen aufweist. Nach eigenen Recherchen heisst so etwas Baumkrebs, hat jedoch mit einer Krebserkrankung im Sinne unkontrollierten Zellwachstums wenig zu tun: Es handelt sich um eine Pilzinfektion, die zu diesen Auswüchsen führt.

Ungefähr bei der Holztreppe über die Olef auf die andere Seite des Baches drehte ich um und wanderte entlang des Jansbachs zurück.

Der regelrechte Rundweg hat ungefähr eine Länge von 7 Kilometern. Man kann damit rechnen, unterwegs des Öfteren inne zu halten, um die Flora zu bestaunen. Ansonsten gemütlich wandernd, kann man für den gelben Narzissen-Rundweg eine Zeit von 2,5 bis 3 Stunden einrechnen. 

Nachtrag: Narzissenwiesen Reloaded

11.4.2014: Nachdem ich Anfang April (1.4.2014) bereits zu Besuch bei den Narzissen im Oleftal war, vornehmlich im zuführenden Jansbachtal aber Fotos aufgenommen habe, sind wir gestern nochmal zu den Wiesen aufgebrochen. Und die Zeit rast gerade: in den 10 Tagen seit meinem letzten Besuch dort ist schon alles deutlich grüner geworden. Es sind einige neue Fotos auf dieser zweiten Tour entstanden, die vielleicht noch etwas deutlicher als im ersten Teil der Fotoserie zeigen, in welch überwältigender Zahl die Narzissen hier wachsen. Übrigens wird am Parkplatz Hollerather Knie mit einem Hinweisschild aktuell darauf aufmerksam gemacht, dass vom Verein Naturpark Nordeifel zusätzliche Führungen zu den Narzissenwiesen eingerichtet worden sind. Eine Chance! Viel Freude beim Betrachten der neuen Fotos.

Burg Eltz und Münstermaifeld

Eifeltour nach Münstermaifeld

Burg Eltz bei Wierschem, Stiftskirche, St. Martin und St. Severus, Alte Propstei, Heimatmuseum Münstermaifeld

Unsere Eifeltour an diesem Wochenende im März 2014 hat uns nach Münstermaifeld und zur Burg Eltz in die Osteifel geführt. Das Eifelstädtchen ist mit rund 3.700 Einwohnern eine der kleinsten Städte in Rheinland-Pfalz. Und dabei ist es ist eine Stadt mit langer Tradition: Bereits 1277 wurden Münstermaifeld die Stadtrechte verliehen.

Im Vergleich: Die derzeitige NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf bekam erst im Jahr 1288 die Stadtrechte verliehen. Mayen, das nahe Münstermaifeld im nördlichen Maifeld liegt, wurde erst im Jahr 1291 mit Stadtrechten ausgestattet. Im historischen Zentrum solcher Rechtebündel lag das Marktrecht oder die Marktfreiheit, was zur Absicherung von Geschäftsverkehr und prosperierendem Handel beitrug.

Anreise

Wir sind mit dem Auto aus Richtung Köln gekommen – bis Koblenz auf der B9 am Rhein entlang, und dann auf der B416 an der Mosel entlang bis Hatzenport. Dort haben wir einen kleinen Imbiß in einer Straußwirtschaft genommen (http://www.weinhaus-ibald.de/). Zwar war es noch zu früh im Jahr, um dort schon unter Weinlaub zu sitzen, das hier im Sommer für kühlenden Schatten sorgt. Aber wir haben im Hof gesessen und die Rast bei warmer Frühlingssonne durchaus genossen.

Unser kurzer Aufenthalt in einem der bedeutendsten Weingebiete der Welt hat uns zudem in unserem Plan erfrischt, bald wieder an die Mosel zu kommen, um hier gute Weine direkt bei ihren Machern zu erwerben. Immerhin und bei günstigen Bedingungen dauert die Anfahrt aus Köln nur etwa eine gute Stunde. Aber nur kurz haben wir vom Wein geträumt. Schon bald ging es weiter auf unserer Anreise – nach Münstermaifeld: Also weiter durch Hatzenport, noch ein, zwei Minuten entlang der lauschigen Mosel, und dann rechts den Bergweg hoch, die L113, Richtung Münstermaifeld. Schon nach kurzer Fahrt eröffnet sich nach dem räumlichen Erlebnis des Rhein- und Moseltals wieder die Weite eines Eifelkurses, es sind nun ungefähr noch 5 Kilometer bis nach Münstermaifeld.

Burg Eltz

Zuerst sind wir jedoch durch Münstermaifeld hindurch, zur Burg Eltz hin gefahren. Dazu geht es, kaum in Münstermaifeld, wieder hinaus in die Eifel, Richtung Wierschem, Keldung, auf die K37. Das Wegziel wird von dem entsprechenden Schild bereits mit „Burg Eltz“ angekündigt. Genau dort geht’s lang. Der Beschilderung folgend, erreicht man nach rund 5 Kilometern die Besucherparkplätze der Burg Eltz.

Wir sind außerhalb der Saison vor Ort gewesen, insofern fanden wir eine sehr entspannte Besucher-, Verkehrs- und Parkplatzsituation vor. Während der Saison, die 2014 am 30. März begonnen hat, sollte man sich insbesondere bei schönem Wetter auf große Mitbesucherzahlen einstellen. Dann aber kann man das Burggelände bis Anfang November täglich durchgehend betreten und die Burganlage besichtigen.

Die Burg Eltz wurde im 12. Jahrhundert angelegt und befindet sich seit über 850 Jahren in Familienbesitz. Sie wird mit hohem Anspruch gepflegt und gewartet. Ein kleines Baugerüst auf unseren Fotos lässt auf die umfangreichen Renovierungsmaßnahmen schließen, die jetzt zum Saisonstart ihren Abschluss finden. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs war das Burggelände noch nicht für Besucher zugänglich. An dem frühlingshaften, sonnigen Nachmittag sind dennoch einige Außenansichten von der Burg entstanden, die die Innigkeit ihrer traumhaften Erscheinung, tiefen Substanz und selbstbewussten Gegenwärtigkeit dokumentieren.

Zur Burg Eltz kommt man, ausgehend von den Besucherparkplätzen, einerseits fußläufig und andererseits mit einem Pendelbus, der zwischen Parkplatzanlage und Burg verkehrt. Zu Fuß geht es vom Parkplatz zunächst einen Waldweg hinab, der an den Flanken des Elzbachtales entlang führt. Die Burg ist jedoch zunächst gar nicht zu sehen, und das dauert auch noch eine Zeit. Wir kommen kaum umhin, Spannung und Vorfreude zu entwickeln, während wir den Waldweg entlanggehen. Dann aber kommt sie plötzlich. Ganz einem dramaturgischen Ereignis gleich, eröffnet sich nach einer weiteren Wegkurve eine neue Perspektive, hinein ins Tal, die den Blick freimacht für dieses beeindruckende, märchenhafte Bauwerk. Ein erstklassiges Panorama. Der Fußweg vom Parkplatz zur Burg Eltz beträgt insgesamt ca. 1,3 Kilometer.

Bilder von Burg Eltz

Übrigens: In der dritten Serie der 500-DM-Scheine wurde die Burg Eltz auf den Banknoten gezeigt, wie es hier zu sehen ist.

Die Besichtigung der Burg Eltz ist vom 30. März bis einschließlich 2. November 2014 möglich, täglich durchgehend von 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr. Burgführungen finden unter fachkundiger Leitung statt. Sie beginnen alle 10 bis 15 Minuten und dauern 35 bis 40 Minuten. Erwachsene bezahlen 9,00 Euro, Schüler, Studenten und Behinderte 6,50 Euro. Gruppen erhalten Ermäßigung. Mehr zur Geschichte der Burg Eltz, über ihre Sehenswürdigkeiten sowie Hilfe zur Planung einer Reise oder Wanderung dorthin erfährt man auf der Website: http://burg-eltz.de/.

Stiftskirche in Münstermaifeld

Zurück in Münstermaifeld, haben wir uns die Stiftskirche, St. Martin und St. Severus, angesehen. Sie wurde zwischen 573 und 596 begründet und dem fränkischen Nationalheiligen Martin von Tours geweiht, der der erste Namensgeber dieser Kirche ist. Mit den Reliquien des heiligen Priesters Severus, die der Erzbischof Routbert von seiner Wallfahrt aus Rom mitbrachte, erhielt die Kirche später ihren zweiten Schutzpatron und Namensgeber. Sie wurde im 11. Jahrhundert neu errichtet, von damals ist heute noch die Westfassade mit ihren drei Türmen erhalten. Im Jahre 1225 wurde der Bau der dritten, heute noch bestehenden Kirche begonnen, der im Jahre 1400 gänzlich abgeschlossen wurde.

Schon früh erwuchs hier an diesem Ort ein Chorherrenstift der Augustiner, zu dessen bedeutendstem Dekan der Theologe und Mathematiker Nikolaus von Kues wurde, der spätere Kardinal Cusanus. Im Jahre 1440 vollendete dieser hier sein berühmtestes Werk „De docta ignorancia“, zu Deutsch etwa „Über die belehrte Unwissenheit“. Aufgrund der darin von ihm formulierten, aufklärerisch anmutenden Theorie zur Beschränktheit menschlichen Erkenntisvermögens gilt er gemeinhin als erster Humanist.

http://de.wikipedia.org/wiki/De_docta_ignorantia

Die Stiftskirche wird auch Maifeldmünster genannt, was ihre Bedeutung als kirchliche Stätte in der Vergangenheit unterstreicht. Ihre Westfassade ist schon aus weiter Entfernung aus dem Umland zu sehen. Sie gilt – neben der Burg Eltz – als Wahrzeichen des Maifeldes. Als Maifeld wird dasjenige Gebiet in der südöstlichen Eifel bezeichnet, das im Norden, südlich von Mayen, vom Fluß Nette begrenzt ist, im Osten an den Rhein bei Koblenz heranreicht, im Süden an die Mosel und im Westen an die Elz grenzt.

http://www.muenstermaifeld.de/

Bilder von der Stiftskirche St. Martin und St. Severus, Fotoserie

Heimatmuseum Münstermaifeld

Auf unserer Tour nach Münstermaifeld haben wir auch einige Außenaufnahmen von Teilen des hiesigen Heimatmuseums gemacht. Bei Gelegenheit werden wir uns das Museum nochmal genau anschauen, denn was wir davon erfahren haben, klingt sehr interessant. Bei unserem Besuch in Münstermaifeld in der Vorsaison konnten wir es nicht besichtigen, da es noch geschlossen war, einige unserer Fotos zeigen aber Außenansichten.

Im Zentrum des Heimatmuseums Münstermaifeld stehen Dinge, Alltagsgegenstände aus der jüngeren Vergangenheit, die der Sammler Wilhelm Kirchesch zusammengetragen hat. 20 Räume thematisieren bestimmte Lebens- und Berufsbereiche und sind mit insgesamt mehr als 20.000 Gegenständen aus der – zum Teil noch gar nicht so lang vergangenen – Vergangenheiten belebt. Mit den Arrangements entstehen authentische Eindrücke davon, wie Ladenlokale, Werkstätten und Dienstleistungsbetriebe noch vor weniger als 100 Jahren ausgesehen haben und eingerichtet waren. So findet man hier – originalgetreu eingerichtet – einen Kolonialwarenladen, Tabakladen, Frisörladen, Bäckerei, Metzgerei, Klassenzimmer, Sattlerei, Schusterwerkstatt, Damenhutladen, Schreibwarengeschäft, Malerwerkstatt, Drogerie mit Fotolabor und Dunkelkammer sowie weitere mehr. Das Museum vermittelt auf detailgenaue und liebevolle Weise die Wertschätzung von Vergangenem.

Die Ausstellung erstreckt sich auf mehrere Räume, die die Stadt Münstermaifeld dafür zur Verfügung gestellt hat. In der Alten Propstei, die gegenüber der Stiftskirche liegt, befindet sich ein Teil dieser musealen Räume, die auch schon von Außen eine Ahnung davon aufkommen lassen, was einen im Inneren erwartet: Kennen Sie noch die „Prince Denmark“-Werbung an den Fahrradständern, die hier draußen vor dem Eingang stehen? Oder sind Ihnen einige der Markenprodukte in den Fenstern noch bekannt?

Das Heimatmuseum Münstermaifeld hat vom 1.4. bis zum 31.10. von Mittwoch bis Sonntag zwischen 14:00 Uhr und 17:00 Uhr geöffnet. Montage und Dienstage sind Ruhetage, falls es sich nicht um Feiertage handelt. Erwachsene zahlen 5,00 Euro Eintritt. Kinder und Jugendliche und Menschen mit Behinderung zahlen 3,50 Euro. Für Kinder bis 6 Jahre ist der Eintritt frei. Gruppen ab 15 Personen erhalten vergünstigte Eintrittspreise.

Bilder vom Heimatmuseum Münstermaifeld, Alte Propstei

http://www.elzbachtal.de/heimatmuseum.html

Rheinbacher Wald

Rheinbacher Wald und Waldkapelle

Ende Juni ging es in die Voreifel, nach Rheinbach. Dort machte ich eine lockere Tour durch den südlich von Rheinbach gelegenen Rheinbacher Wald.

Los ging es vom Parkplatz an der L492, gegenüber der Waldkapelle. In Richtung der Parkplatzflucht ging es hinein in den den Wald, dort sofort rechts, Richtung Süden, auf einem etwas holprigen Pfad. Eine zeitlang einfach so durch den Wald, baldmöglichst dann aber am Bach entlang, schließlich vorbei an vier Weihern.

Dort im Wald traf ich übrigens eine Ente auf dem Weiher schwimmen, die sich zuerst nicht rühren wollte. Nach einigem Zuwarten zeigte sie sich aber als lebendes Tier, grüßte und schwamm davon. 🙂

Nun ging es wieder nach Norden, Richtung Rheinbach. Dort wanderte ich bis zur Waldgrenze am Eifelfuß südlich vom Stadtpark, und schließlich wieder nach Süden, auf dem Pilgerpfad, immer am Bach entlang, vorbei am Pilgerpfadsweiher.

Zurück beim Parkplatz, schaute ich mir die Rheinbacher Waldkapelle an und die umgebenden Artefakte. Anbei einige Fotos, die ich auf der Tour gemacht habe.

Wasserfall Dreimühlen

Bei schönem Wetter ging es gestern am späten Nachmittag wieder auf eine Eifeltour. Ziel war der Wasserfall Dreihmühlen bei Nohn / Üxheim. Die Anreise war beschwerlich, die Navis haben uns etwas wirr vor sich hergetrieben. Nach Abschalten aller elektronischen Anlagen zur Wegfindung konnten wir das Ziel aber schnell erreichen. Geparkt haben wir an der L68, ein Parkplatz zwischen Stroheich und Nohn ist dort mit einem Hinweisschild „Wasserfall“ gekennzeichnet.

Unten rechts Parkplatz „Wasserfall“ an der L68, oben links Wasserfall („A“), unterwegs Nohner Mühle. Größere Kartenansicht.

Von hier geht es zu Fuß Richtung Waldfläche, dort links hinunter in Richtung der Nohner Mühle. Rechte Hand kommt man an einer Kapelle vorbei, auf den Fotos anbei ist auch eine Innenansicht des Sakralbaus vorhanden.

Man überquert den Ahbach und befindet sich unmittelbar an der Nohner Mühle, einer Anlage, die heute vornehmlich als Seminarstätte, Ferienunterkunft und Gastronomiebetrieb für Ausflügler genutzt wird. Insbesondere das Angebot selbst gemachter Kuchen und Torten ist hier gut.

Weiter geht es am Ahbach entlang, man kann diesen nun per Holzbrücke und trockenen Fußes überqueren oder das Betonbett nutzen, das hier eingebaut wurde, falls man den Bach (zum Beispiel barfüßig) durchschreiten möchte. Jenseits der Brücke windet sich der Weg ca. 2-3 Kilometer am Waldes- und Wiesenrand entlang, linkshändisch stets in Begleitung des Ahbachs. Schließlich bietet ein befestigter Weg über die Wiese einen direkten Weg in Richtung des Wasserfalls an, wieder ist dort der Ahbach über eine Holzbrücke zu queren.

Nun nähert man sich dem Wasserfall aus nördlicher Richtung. Zuerst ist noch eine Schikane zu überwinden, ein vorhängender Fels will über eine Holzstiege umschritten werden. Danach steht man vor der Nordseite des Wasserfalls. Auf mehreren Läufen findet das Wasser seinen Weg und fällt die ca. 5 oder 6 Meter hinab, teilweise durch starken Moosbewuchs hindurch. Entlang des Ahbachs umsteigt man den Kalkfelsen, der jährlich um ca. 4,5 Tonnen an Masse durch ausgefällten Kalk zulegt, auf einer Holzstiege, sodass man seine Südseite erreicht. Hier findet man auch einen Pfad hinauf zum Zulauf der Wasserfallstelle. Über den Weg, den man dort erreicht, kann man sich nach links wieder in Richtung Nohner Mühle aufmachen (man erreicht einen Tunnel, dort links durch). Schließlich lässt sich der Ausflug mit einem leckeren Stück hausgemachten Kuchens oder Torte in der Nohner Mühle trefflich komplettieren.

Siehe auch:
http://www.nohnermuehle.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Dreim%C3%BChlen-Wasserfall

Kakushöhle

Diese Tour fand bereits am 22. April im Jahr 2007 bei schönem Wetter statt. Es ging an diesem Tag zur Kakushöhle in Mechernich im Kreis Euskirchen. Das Höhlensystem ist nach einem Riesen namens Cacus benannt, der hier einst gelebt haben soll. Bei dem Gestein des Höhlenfelsens handelt es sich um Travertin (Kalktuff), ausgefällter Kalk aus dem Grundwasser einer früher hier befindlichen Quelle. Der Fels ist ca. 18 Meter hoch, liegt in einem Waldgebiet und ist von diesem wildromantisch umwuchert.

Zur Kakushöhle auf der Autobahn A1 Ausfahrt Nettersheim nehmen, dann rechts auf die 477 abbiegen. Der Parkplatz Kakushöhle befindet sich nach ca. 3,5 km auf der linken Seite. Für weitere Details die Karte aufrufen. Größere Kartenansicht.

Am südlichen Höhleneingang befinden sich Informationstafeln und eine Gedenkschrift, die in den Fels gemeißelt steht. Die Höhlendecke im Inneren ist zum Teil mit Betonstützen stabilisiert. Man kann die Höhle über mehrere Eingänge betreten und durchschreiten. Teilweise muss man sich dabei etwas dünn machen. Teile der Höhle sind durch Gitter abgesperrt, hier befinden sich Rückzugsräume für die hier heimischen Fledermäuse.

Auf dem Weg vom Parkplatz zum südlichen Höhleneingang kommt man an einer grilltauglichen Feuerstelle vorbei, umgeben von Holzbänken. Sicher sind hier schon einige gemütliche Grillabende verlebt worden, man kann die Voraussetzungen dafür bei Interesse ggf. im Kiosk am Parkplatz erfragen. Dort erhält man auch kleine Erfrischungen und einen Imbiss.

Effelsberger Radioteleskop

Am Sonntag haben wir wieder eine Tour gemacht. Diesmal ging es nach Bad Münstereifel, dort gibt es ja jetzt ein Immobilien- bzw. Shopping-Projekt, über das immer wieder berichtet wird, nämlich das City Outlet Bad Münstereifel (wir sind gespannt). Derzeit sind für Besucher davon vor allem abgeklebte Schaufenster der aufgekauften Immobilien sichtbar, mit den fensterweiten Aufklebern wird dort auf das kommende Vorhaben aufmerksam gemacht.

Im Imbiss am Ortseingang haben wir gut und unkompliziert gegessen (frische Rinderleber mit hausgemachtem Kartoffelbrei, im Sommer dort auch hauseigener Apfelkompott).

Auf dem weiteren Weg durch die Eifel hat es uns zum Effelsberg gebracht, hier haben wir uns das derzeit zweitgrößte Radioteleskop der Welt angeschaut. Das war schon was. Weltraum und existentielle Forschung sind hier ganz nah, in der Ruhe und im Schutz eines lauschigen Eifeltales. Anbei ein paar fotorealistische Eindrücke davon, mehr zum Radioteleskop in der Eifel erfährt man hier.